Minikirche für Groß und Klein

Familienandacht für Heiligabend
Ihr benötigt eine Kerze, Streichhölzer und ein Weihnachtsglöckchen.
Die Lieder, die in dieser Minikirche für Zuhause vorkommen könnt ihr singen oder sprechen. Vielleicht habt ihr auch eine CD mit Weihnachtsliedern, dann fällt das Mitsingen leichter. Das Lied „Macht die Türen auf“ findet ihr z.B. auf YouTube. Falls Ihr ein Lied nicht kennt, könnt ihr stattdessen auch ein anderes Lied singen.
Sucht Euch einen schönen Platz, wo ihr feiern wollt.
1. Läutet das kleine Glöckchen: Die Minikirche beginnt. Entzündet die Kerze.
2. Wir singen miteinander:
Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ´ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ´ uns zum Kind.
Stern über Bethlehem, nun bleibst du stehn und lässt uns alle das Wunder hier sehn, das da geschehen, was niemand gedacht, Stern über Bethlehem, in dieser Nacht. (T. u. M.: Alfred Hans Zoller)
3. Einer spricht:
Wir feiern diese Minikirche im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes. Amen.
Wir beten: Guter Gott, dieses Jahr ist alles etwas anders. Dennoch feiern Weihnachten. Wir
freuen uns, dass Jesus geboren ist. Du kommst uns Menschen durch Jesus Christus nahe.
Sei Du mitten unter uns, wenn wir hier miteinander beten, singen und feiern und mache uns
froh. Amen.
4. Einer liest die Weihnachtsgeschichte:
I. Teil: Zurzeit des Kaiser Augustus lebten im Land Israel ein junger Mann und seine junge
Frau. Die hießen Joseph und Maria.
Eines Tages kam ein Bote in das Dorf, in welchem Maria und Joseph lebten. Dieser Bote rief
auf dem Marktplatz: "So befiehlt Kaiser Augustus: Macht euch auf! Lasst euch zählen und in
Listen eintragen, jeder in der Stadt, wo seine Vorfahren herkommen. Der Kaiser möchte
nämlich wissen, wie viele Menschen in seinem Reich wohnen."
Wenn der Kaiser etwas befahl, dann mussten alle gehorchen. Darum machte sich Josef mit
Maria auf. Sie zogen nach Bethlehem, in die Stadt seiner Vorfahren, aus der einst König
David kam.
Es wurde eine mühsame Reise, weil Maria ein Kind erwartete. Maria und Joseph kamen nur
langsam voran. Endlich erreichten sie Bethlehem. Doch wo sollten sie nun unterkommen?
Die ganze Stadt war mit Menschen überfüllt. Ob Sie überhaupt einen Platz zum Übernachten
finden würden? Sie fragten hier und suchten dort nach einem Schlafplatz. Sie wurden aber
immer wieder abgewiesen. Maria spürte: Bald würde ihr Kind zur Welt kommen. Gab es auch
für dieses Kind keinen Platz?
Am Ende fanden sie nur einen leeren Stall etwas außerhalb von Bethlehem. Stroh bedeckte
den Boden. Und eine Futterkrippe stand in der Ecke. Und da geschah es: In diesem Stall,
mitten in der Nacht kam Jesus zur Welt. Maria wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die
Futterkrippe. Jesus war ein kleines Baby wie jedes andere auch. Und doch war er ein
besonderes Kind: das Kind, von dem gesagt wurde, dass Gott uns in ihm ganz nahekommt.
Noch war es ein Geheimnis. Niemand in Bethlehem ahnte, was in dieser Nacht geschehen
war. Aber bald sollten sie es erfahren: Jesus war geboren.
5. Wir singen miteinander das Lied “Macht die Türen auf “
https://www.youtube.com/watch?v=81EviCBz2II
oder ein anderes schönes Lied…
6. Weihnachtsgeschichte II. Teil:
In derselben Nacht waren noch andere Menschen wach. Es waren Hirten. Sie hüteten ihre
Schafe draußen vor der Stadt Bethlehem. Ganz dunkel war es um sie her. Aber plötzlich
schreckten sie auf. Was war das? Mitten in der Nacht wurde es hell, taghell. Ein Licht
leuchtete auf, noch heller als die Sonne. Und in dem Licht stand ein Engel vor ihnen.
Die Hirten wussten nicht, wie ihnen geschah. Wachten sie oder träumten sie? Sie waren
geblendet von dem Licht und zitterten vor Angst.
Aber der Engel sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch eine große
Freude, die allen zuteilwerden soll. Euch ist heute der Heiland geboren in der Stadt Davids:
Christus der Herr. Und daran könnt ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein Kind finden in Windeln
gewickelt und in einer Krippe liegen." Mit seiner Hand zeigte er auf den Stall, dessen Licht in
der Ferne schwach zu sehen war.
Als er noch sprach, sahen die Hirten plötzlich noch viel, viel mehr Engel, die jubelten: „Ehre
sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens".
7. Wir singen miteinander:
Engel auf den Feldern singen, stimmen an ein
himmlisch Lied, und im Widerhall erklingen auch
die Berge jauchzend mit: Gloria in excelsis deo.
Gloria in excelsis deo.
Lasst nach Bethlehem uns ziehen, das ihn birgt im
armen Stall, lasst uns betend vor ihm knien, singen
ihm mit Freudenschall: "Gloria in excelsis Deo…“
8. Weihnachtsgeschichte III. Teil:
Die Hirten standen da und lauschten, bis der
Gesang verklungen war. Da wurde es wieder still
und dunkel um sie her.
Doch die Hirten riefen: "Habt ihr das gehört, was
der Engel gesagt hat? Der Heiland ist geboren, in
dieser Nacht. Kommt schnell! Wir gehen nach
Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen
ist."
Sie eilten über das dunkle Feld. Sie liefen so
schnell sie konnten, bis sie nach Bethlehem
kamen. Sie suchten und fanden Maria und Joseph
im Stall. Und sie sahen das Kind in Windeln
gewickelt und in einer Krippe liegen, wie der Engel
gesagt hatte. Ein Baby! Und doch war dieses Kind
der Heiland, der Retter der Welt! In diesem Kind
kommt Gott uns nah. Da erzählten die Hirten Maria
und Joseph, was sie gesehen hatten und was der
Engel von diesem Kind gesagt hatte. Maria hörte
ihnen zu, staunte und schwieg.
Die Hirten liefen hinaus auf die Straßen der Stadt und riefen und sangen: "Der Retter ist
geboren, hier in unserer Stadt! Wir haben ihn selbst gesehen!" Auch auf dem Heimweg
sangen sie weiter, ein Lied nach dem anderen. Und als sie wieder bei ihren Schafen waren,
klang ihnen immer noch weiter in den Ohren, was die Engel gesungen hatten: "Ehre sei Gott
in der Höhe und Friede auf Erden!"
9. Wir singen miteinander:
Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all, zur Krippe her kommet, in Bethlehems Stall, und
seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht.
Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh, die
redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.
O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet die Hände und danket wie sie; stimmt
freudig, ihr Kinder, - wer wollt sich nicht freu´n? - stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein.
10. Einer spricht das Gebet:
Guter Gott, du hast uns unendlich lieb. Durch Jesus Christus kommst du uns nahe. Komm zu
uns heute.
Komm zu allen, die erschöpft und abgestumpft sind und an Dich, Gott, nicht mehr glauben
können.
Komm zu denen, die einsam sind und sich nicht mehr freuen können, weil sie niemanden
haben, der sie wahrnimmt.
Komm zu denen, die ratlos und verzweifelt sind und denen die Hoffnung fehlt.
Komm Du in unsere Familien und zu
denen, die wir in diesen Tagen leider
nicht besuchen können und schenke
uns Frieden miteinander.
11. Wir beten das Vaterunser:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern
Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
10. Segnet einander:
Ihr könnt die Hand auf den Kopf des/der anderen legen: „Heute ist Weihnachten. Gott segne
dich, Mama….“
11. Singt miteinander:
O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren,
Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen,
uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit!
Nun pustet die Kerze wieder aus.
Wenn ihr wollt, könnt ihr die Weihnachtsgeschichte in den kommenden Tagen mit Krippen-,
Duplo- oder anderen Figuren nachspielen.